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Mountainbikeprojekt am Förderzentrum

Projekt Bike-Pool 2008 –
eine Initiative des Landesinstituts für Schulsport Baden-Württemberg
unterstützt von Sponsoren

Intention:

Radfahren ist, sofern es richtig betrieben wird, ein umweltfreundlicher und gesundheitsfördernder Lifetime-Sport. Insbesondere Schülerinnen und Schüler nutzen das Fahrrad auf dem Weg zur Schule, als Transportmittel in der Freizeit oder auch als Sportgerät. In der heutigen bewegungsarmen Zeit kommt diesen Aspekten eine besondere Bedeutung zu. Leider stehen nicht immer geeignete Fahrräder zur Verfügung. Diese Lücke wird mit der Unterstützung von Radsport Kleiser und der Firma BerGaMont Bicycles geschlossen. Das Landesinstitut für Schulsport (LIS) unterstützt und fördert diese Kooperation mit Sponsoren, radsportliche Aktivitäten im Verein und in der Schule. Der Radsport, insbesondere der Mountainbikesport soll dadurch auch einer breiteren Schülergruppe zugänglich sein.

Projektbeschreibung:

Das mit dem Förderzentrum Hochschwarzwald kooperierende Radsportgeschäft Kleiser stellt gemeinsam mit einem Radhersteller (BerGaMont Bicycles) 5 vergünstigte Mountainbikes für Unterricht und Schulaktionen zur Verfügung. Mountainbikes eignen sich in diesem Zusammenhang insbesondere wegen ihres breiten Anwendungsbereiches. Radsportliche Veranstaltungen, die möglicherweise an geeignetem Material scheitern würden, können somit realisiert werden.

Das Projekt ist in ein radsportpädagogisches Gesamtkonzept eingebunden. Das Landesinstitut für Schulsport führt Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer zum Thema Radsport durch. Diese Veranstaltungen werden in enger Zusammenarbeit mit den Radsportverbänden realisiert. Mit Hilfe der Fahrräder kann die praktische Umsetzung in der Schule und im Verein optimiert werden.

Organisation:

Die Mountainbikes werden von Florian Bender, Fachlehrer für Sonderschule und aktiver Mountainbike Rennfahrer, aus der Abteilung Schule für Menschen mit geistiger Behinderung verwaltet und gepflegt. Die Bikes können gegen eine geringe Leihgebühr auch von anderen Schulen und Vereinen abgerufen werden. Gedacht ist in erster Linie an Lehrerinnen und Lehrer, die an einer Radsportfortbildung des Landesinstituts für Schulsport (LIS) teilgenommen haben und über die notwendige Sachkenntnis zum Thema Radsport verfügen. Eventuell kann auch ein entsprechend ausgebildeter Kollege bzw. ein Vertreter des Radsportverbands als Referent/Instruktor „gebucht“ werden. Die Radsportverbände begrüßen und unterstützen dieses Projekt.

Aktionsbeispiele:

Maßnahmen im Rahmen der Kooperation Schule und Verein, Kooperation „Schule und Schule“ (versch. Schultypen und Schularten), Sporttage, Projekttage, Radsporttage, Radtouren, Fahrrad AG, Verkehrserziehung, Sportschullandheim, Schulmeisterschaften, Suchtprävention, fächerverbindende Ansätze (z.B. Sport und Umwelt, Gesundheitsaspekt, Trainingslehre, Biomechanik, Fahrradwerkstatt)

Unter der zentralen Forderung an den Schulsport, der Anregung zu lebenslangem Sporttreiben, kommt dem Radsport eine hohe Bedeutung zu. Im Schulalltag jedoch treffen die Lehrkräfte auf vielfältige Schwierigkeiten, wenn sie Fahrräder im Sportunterricht einsetzen wollen. Zum einen findet die Lehrkraft sehr unterschiedliches Material vor und zum anderen sind die Fahrräder der Schülerinnen und Schüler häufig in einem desolaten technischen Zustand. Dies ist mithin ein Grund, weshalb der Einsatz von Fahrrädern im Sportunterricht nur sehr vereinzelt in betracht gezogen wird.

Durch die Mountainbikes können nun gleiche materielle Voraussetzungen geschaffen werden, die Räder befinden sich in technisch einwandfreiem Zustand und der Aufforderungscharakter neuer Mountainbikes ist nicht zu unterschätzen.

Aus sportdidaktischer Sicht können grundlegende sportliche Fähigkeiten und Fertigkeiten mit dem Rad vermittelt oder eingeübt werden: Die Gleichgewichts- und Orientierungsfähigkeit, das Raum-, Tempo- und Distanzgefühl sind nur einige Beispiele für mögliche Zielsetzungen, die auch auf begrenztem Raum wie dem Schulhof oder auf dem Sportplatz realisiert werden können.

Unter dem Aspekt der Ausdauerschulung lassen sich durch die Einbeziehung des Fahrrades altersgemäße und motivierende Übungs- und auch Spielformen durchführen.

Fachintegrative Ansätze:
Neben der sportlichen Komponente bietet der Einsatz von Fahrrädern auch im Fachunterricht Technik die Möglichkeit, Unterricht orientiert an der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler durchzuführen und durch praktische Umsetzungen im Sportunterricht mit dem Fahrrad zu vertiefen.

Erlebnispädagogische Ansätze, soziales Lernen und Persönlichkeitsstärkung:
In verschiedenen Projekten wurden erlebnispädagogisch-integrierte Ansätze erprobt, in deren Rahmen die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen und die Grenzen ihrer Mitschüler kennen lernten, Rücksicht aufeinander nehmen mussten und sich gegenseitig unterstützten. Grenzerfahrungen sind wichtige Komponenten bei der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen. Der Einsatz von Mountainbikes und entsprechend Lehrern ermöglicht den Schülerinnen und Schüler den gezielten Umgang mit Angst und Wagnis, was sich in mehreren Fällen positiv auf das Risikoverhalten der Jugendlichen auswirkte. Betrachtet man vor diesem Hintergrund das Gefährdungspotential der Heranwachsenden bezogen auf die primäre Sucht- und Gewaltprävention, so sind an dieser Stelle eine Reihe positiver Effekte zu erwarten und nachzuweisen.

Kooperation, Schule für Menschen mit einer geistigen Behinderung, Förderschule und anderen interessierten Schulen:
Das Förderzentrum setzt besondere Schwerpunkte in der Kooperation der verschiedenen Schulabteilungen, Schule für Menschen mit einer geistigen Behinderung, Förderschule und Sprachheilschule. Als weitere Kooperationsmöglichkeit wären auch Haupt- und Realschulen, als auch Gymnasien und Berufsschulen denkbar.

Wie profitieren die Sponsoren?

Die Öffentlichkeitsarbeit des LIS und der einzelnen Schulen (z.B. Bericht in der Lokalzeitung) kommt auch den Sponsoren zugute. Die Sponsoren können ihr Engagement in der Nachwuchsförderung für entsprechende Marketingaktivitäten nutzen. Insbesondere der kooperierende Radsportfachhändler investiert in seinem regionalen Umfeld in die Kunden der Zukunft.
Neben den Radsportfachhändler Radsport Kleiser wird das Projekt durch den Fahrradhersteller BerGaMont und dem Förderverein des Förderzentrums Hochschwarzwald unterstützt.

Ansprechpartner:

Florian Bender, Fachlehrer Sonderschule, Abteilung Schule für Menschen mit einer geistigen Behinderung